Gibt es einen Ratgeber, um Bestseller zu schreiben?

Ok … versuche ich es mit einer sinnvollen Antwort. Was ist ein Bestseller?

Der Begriff ist weich, aber sicher muss sich ein Buch weit überdurchschnittlich gut verkaufen. 100.000 Exemplare werden bei Publikumsverlagen eher im unteren Bestsellerbereich rangieren. Aber gut. 100.000 ist schon eine Hausnummer.

Ist ein Bestseller berechenbar? Nein und ja. Ja, wenn der Autor schon großen Erfolg gehabt hat und sein name zur Marke wurde. Dann kann man nachfolgende Bände gut bewerben. Sie müssen nicht alle gut sein, auch wenn das nicht schadet. Aber ein Simmel, Konsalik, Puzo, eine Rawling, Brückner oder Highsmith verkauft sich immer, unabhängig vom Inhalt.

Doch wie landet man den ersten Hit? Solch ein Buch braucht drei oder vier Zutaten, von denen nicht alle planbar sind.

  1. Es muss ein ordentliches Buch sein. Handwerklich solide.
  2. Es muss in einem Verlag erscheinen, der eine gewisse Reichweite hat, also ein Publikumsverlag.
  3. Er muss dort das Glück haben, dass man an das Buch glaubt und es nicht nur mit geringem Etat als Midlisttitel bewirbt. Es haben zwar auch Midlisttitel geschafft, doch der Weg ist länger und härter.
  4. Dieser Punkt ist der wichtigste und unkalkulierbar: Das Buch muss genau zum rechten Zeitpunkt erscheinen und den Nerv der Zeit treffen. Ein solcher Bestseller aus dem Nichts ist immer überraschend. So war es bei Harry Potter, bei Schlafes Bruder, Pippi Langstrumpf, bei Poenichen, beim Namen der Rose und den Säulen der Erde.

Und nun frage Dich selbst: Wie soll ein Ratgeber Dir sagen, wie Du die Gesellschaft überraschst und in Mark trifftst?

Bild ist publik Domain, gefunden auf Pixabay, CC0

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