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Hier finden Sie in loser Folge immer wieder Texte von mir.

 

Wenn mir etwas Spannendes über den Weg läuft oder etwas Heiteres, will ich es hier posten. Und dazwischen auch immer mal eine Leseprobe aus meinen Büchern. Auch Schreibtipps können dabei sein.

 

Zur besseren Orientierung finden sie Symbole neben den Beiträgen. Das Keyboard steht für meine Arbeit als Autor, das Buch kennzeichnet einen Ausschnitt aus einem meiner Bücher,  das Zahnrad weist auf einen Beitrag aus dem Literaturbetrieb hin und so weiter.

 

Alte Beiträge finden Sie noch eine Weile im passenden Menüpunkt.

 

Viel Spaß beim Lesen.

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Blog Textschnipsel #6

Infekt

 

Erst kratzt es leis im Hals und dann …

dann fällt es gleich den ganzen Mann.

Husten, Schnupfen, Atemnot.

Ich fühl mich schlapp, bin fast halbtot.

Nachts, da hock ich auf dem Steiß.

Lieg ich, krieg ich Hustenreiz

und bell den Mond wie ein Hund.

Der Hals wird so ganz rot und wund.

Wenn ich nicht mit Husten kämpfe

schnauf ich fleißig Nebeldämpfe,

inhaliere ohn‘ Verdruss,

bis ich wieder husten muss.

Nun endlich ist es fast vorüber.

Auch das Schlafen klappt nun wieder.

Weils viral war, half kaum was.

Der Infekt ist echt kein Spaß!

 
Allen, denen es gerade nicht gut geht,
wünsche ich gute Besserung!

Blogbeitrag  Autorenleben  # 7

Sex im Roman

Es ist beim Schreiben hin und wieder ein Problem: Sex. Wie beschreibt man ihn? Wer Erotik oder gar Einhandliteratur schreibt, darf und muss sogar ins Saftige greifen, um die Lust, den Rausch und die Sensation des Vermischens der Säfte plastisch zu Papier zu bringen. Doch dies sind eher spezielle Genre. Bei den meisten anderen stellt sich die Frage: Wie beschreibe ich den Geschlechtsakt so, dass es geschmackvoll bleibt.

Es ist wohl immer ein Drahtseilakt. Es soll plastisch sein, aber nicht derb, es soll lustvoll sein, aber nicht dreckig und vor allem: Die Hauptakteure sollen bitte die beteiligten Figuren sein und nicht nur ihre Geschlechtsteile. Man kann sogar ins Lächerliche abdriften, wenn man es mit reifen Feigen, Pflaumen oder Liebesspeeren übertreibt. Wer gar versucht, einen „Rammbock aus geilem Fleisch in eine Erdbeermuschel zu treiben“,  sollte von der Sprachpolizei wegen grobem Unfugs und schwerem Methaphernmissbrauchs ins Loch geworfen werden, um dort eine Terrine Buchstabensuppe zu einem Unterhaltungsroman zu sortieren. Auch wer versucht den Liebeskombattanten einen Dialog wörtlich abzulauschen, muss allzuoft scheitern: „Ja, ja, ja, oh Gott ich komme!“ – „Oh Gott! Oh Gott! Oh ja, gleich spritz ich ab!“  gibt wirklich nicht viel her.

Ich denke, bevor man es schlecht macht, lässt man es besser sein. Ich bewundere alle Kolleginnen und Kollegen, die dieses Kunststück zuwege bringen. Susanne Pavlovich gehört dazu. In ihrem auch ansonsten sehr gelungenen Roman „Das Spielmannslied“ zeigt sie, dass es doch gelingen kann die Ekstase originell, dezent und geschmackvoll einzufangen. Doch diese Gabe, man kann es allzuoft lesen, ist nicht jedem gegeben.

Es bleibt also stets eine Herausforderung, denn unsere Figuren haben nun mal Sex und der gehört  gelegentlich zur Geschichte und kann nicht verschwiegen werden kann. Was soll man da machen? Es gibt keine Ideallösung, die man allen empfehlen kann. Ich habe nur eine Lösung für mich gefunden.

Ich frage meine Protagonisten. Ok … bisher war es bei all meinen Büchern vor allem eine Figur – Lupina. Meine toughe Halblingsdetektvin hat ein Sexualleben und es ist für die Geschichten wichtig. Ich fragte sie also, wie sehr ich bei den Beschreibungen ins Detail gehen darf. Sie meinte rundheraus, was unter der Bettdecke geschieht, sei ihre Privatsache und knallte mir, ihre Autor die Tür vor der Nase zu. Später, verschwitzt und glücklich entspannt in den Laken war ich wieder zugelassen.

Es ist also weniger meine freie Entscheidung als Autor, als die Frage, was zu meinen Figuren passt und was ihr peinlich wäre und sie sozusagen gegen den Strich bürsten würde.

Und sind wir ehrlich: Der rein körperliche Akt beim Sex ist erzählerisch nur wenig ergiebig. Was der Sex mit uns macht, ist hingegen sehr spannend. Doch das kann vor- und nachher beschrieben werden. Dazwischen liegt eher gymnastische Sportberichterstattung! Die bringt weder die Handlung weiter noch klärt sie den Leser über Wichtiges auf. Darauf kann oft verzichtet werden.


SPruch der Woche KW 7

 

Ausnahmsweise mal etwas,

was ich selbst formuliert habe:

 

Einfach nur stinken ist nicht hilfreich. Doch ein laut knatternder Furz an der rechten Stelle hat Unterhaltungswert.